6. KAMMERKONZERT
Freitag | 12. Februar 2016 | 20:00 Uhr
KAIKIAS TRIO - Programmänderung: DUO


DUO für OBOE und KLAVIER
Juri Schmahl – Oboe
Philipp Heiß – Klavier

Programm

FEUER UND ASCHE
Kaum ein anderer Abschnitt europäischer Geschichte war so einschneidend für Kunst und Kultur wie die 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts, die viele Künstler zu vollkommenem Umdenken zwangen.
In den vier Werken des Konzertabends verarbeiteten Komponisten unterschiedlicher Nationen ihre Erlebnisse und halfen so, den Weg zu dem Europa, wie wir es heute kennen, zu ebnen.

Günter Raphael (1903–1960)
Sonate h-Moll op. 32 (Deutschland 1931)
Moderato
Allegro molto
Andante con moto
Grazioso e comodo

Benjamin Britten (1913–1976)
Temporal Variations (England 1936)
Theme. Andante rubato
Oration. Lento quasi recitativo
March. Alla marcia
Exercises. Allegro molto e fuoco
Commination. Adagio con fuoco
Chorale. Molto lento
Waltz. Allegretto rubato
Polka. Tempo di Polka – Allegro
Resolution. Maestoso (ma non troppo
lento)

Pause

Henri Dutilleux (1916–2013)
Sonate (Frankreich 1947)
Aria. Grave
Scherzo. Vif
Final. Assez allant

Pavel Haas (1899–1944)
Suite op. 17 (Tschechien 1939)
Furioso
Con fuoco
Moderato

 

Der 1990 in Mainz geborene Juri Schmahl begann seine musikalische Karriere als Jungstudent bei Clara Dent-Bogányi am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg 2008 - 2009, bei der gleichen Dozentin schloss sich das Oboenstudium an der Hochschule für Musik Nürnberg an. Schon während des Studiums, das er 2014 mit Auszeichnung beendete, erzielte Juri Schmahl mehrere Preise, u.a. 1. Preise bei der Young Artists Competition der International Double Reed Society in Oxford, Ohio/USA und bei der 5th International Academic Oboe and Bassoon Competition in Łódź/Polen. Seit 2013 ist er Mitglied im European Union Youth Orchestra. 2014 war er Finalist und Stipendiat des 40. Deutschen Musikwettbewerbs, verbunden mit der Aufnahme in die 59. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Zur Zeit setzt er sein Studium bei Jacques Tys am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris fort. Juri Schmahl war außerdem mehrfach Preisträger u.a. bei Jugend musiziert und beim Südwestdeutschen Kammermusikwettbewerb Bad Dürkheim. Außerdem ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, von Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. und der Deutschen Stiftung Musikleben.

Philipp Heiß, 1985 in Augsburg geboren, gewann bereits 2000 - 2005 mehrfach 1. und 2. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in den Kategorien Klavier solo und Klavierduo. In den Jahren 2006 - 2012 studierte er bei Einar Steen-Nøkleberg und Jan Philip Schulze (Lied) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Musikerziehung und Künstlerische Ausbildung, wo er auch 2010/2011 Stipendiat der Stiftung für die Hochschule war. Es folgte ein Masterstudiengang Klavier bei András Hamary, Denise Benda (Kammermusik) und Gerold Huber (Lied) an der Hochschule für Musik Würzburg bis 2014. Philipp Heiß wurde 2013 als Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Klavierpartner Lied in die 58. und 59.Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Er erhielt 2013 einen Lehrauftrag für Instrumentalkorrepetition an der Hochschule für Musik Würzburg und absolviert seit 2014 einen Masterstudiengang Liedgestaltung bei Donald Sulzen an der Hochschule für Musik und Theater München. Auftritte führten ihn bereits zu den Kasseler Musiktagen, dem Kurt Weill Fest Dessau und dem NDR Musiktag Hannover sowie nach Europa und USA. In dem Film „Die Klavierspielerin“ von Michael Haneke nach der Romanvorlage von Elfriede Jelinek spielte er an der Seite von Isabelle Huppert und Benoît Magimel die Rolle des Fritz Naprawnik.